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Einschleichende Impotenz durch Herzkrankheit?

Während man früher annahm, dass die männliche Potenz bei einer unbefriedigenden Partnerschaft deutlich nachlässt, musste diese These schon häufig widerlegt werden. Potenzstörungen, bzw. deren Gründe müssen nicht zwangsläufig mit einer lauwarm gewordene Partnerschaft zu tun haben. Vielmehr konnte man in vielen Fällen nachweisen, dass die Potenzstörungen eher eine Vorbote von anderen Erkrankungen sein könnten. Dazu gehört auch die koronare Herzkrankheit, Internisten sprechen von der “KHK”. Der Zusammenhang zwischen erektile Dysfunktion und koronare Herzkrankheit ist zwar nicht neu, aber immer wieder werden neue Studien zu diesem Thema durchgeführt. Erektionsstörungen, die quasi aus dem Nichts auftreten, sollten genauer untersucht werden. Der erste Ansprechpartner ist zwar der Urologe, doch in vielen Fällen ist sein Latein nur begrenzt. Weiß er auch nicht mehr weiter, lohnt sich der Weg zum Kardiologen. Eine Belastungs-EKG, Blutwerte, Blutdruck, und Blutzuckerwerte geben wichtige Hinweise dafür, ob eine Koronare Herzkrankheit vorliegt, oder im Anmarsch ist. Die KHK macht sich allerdings auch durch andere Beschwerden bemerkbar. Brustschmerzen, Engegefühl hinter dem Brustbein (Angina pectoris) können weitere Hinweise für eine beginnende KHK sein. Dem sollte auf jeden Fall nachgegangen werden. Interessante Details über die Häufigkeit kamen bei einigen Studien ebenfalls zutage. Den Ergebnissen zufolge litten über die Hälfte der Patienten, die an einer chronischen KHK erkrankt waren an erektile Dysfunktion, aber nur ein kleiner Teil deren, die an dem so genannten akuten Koronarsyndroms erkrankt waren. Auch interessant zu erfahren, dass bei Männer, bei denen nur eine Koronararterie von der Erkrankung betroffen war, meist nur in geringer Zahl Erektionsstörungen aufwiesen, anders, als die Männer, bei denen gleich zwei Koronararterien von KHK betroffen waren. Hier lag die Zahl deutlich höher.

Euer Pillenpeter

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